Lungenkrebs verursacht im frühen Stadium häufig keine Beschwerden und wird deshalb oft erst spät erkannt. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 57.000 Menschen daran. Das Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT richtet sich an Menschen mit erhöhtem Risiko und kann helfen, auffällige Veränderungen frühzeitig zu entdecken. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden.
Ein Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT kann für Sie sinnvoll sein, wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben. Das ist in der Regel der Fall, wenn Sie
Packungsjahre beschreiben, wie viel jemand insgesamt geraucht hat.
Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:
Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten ÷ 20 × Anzahl der Raucherjahre
Beispiel:
Wer 12 Zigaretten pro Tag über 15 Jahre raucht, kommt auf 9 Packungsjahre.
Beratung in der Hausarzt- oder internistischen Praxis
Zunächst wird geprüft, ob Sie die Voraussetzungen für das Lungenkrebsscreening erfüllen. Nur entsprechend qualifizierte Hausärztinnen und Hausärzte sowie Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin dürfen diese Voraussetzungen prüfen und die Überweisung ausstellen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erhalten Sie nach einem Informationsgespräch eine Überweisung zur Radiologie sowie einen schriftlichen Befund, aus dem die erfüllten Teilnahmevoraussetzungen hervorgehen.
Überweisung zur Radiologie
Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie nach einem Informationsgespräch eine Überweisung zur radiologischen Untersuchung.
Untersuchung mit Niedrigdosis-CT
Die Niedrigdosis-Computertomographie der Lunge wird in unserer Praxis in Minden durchgeführt. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und ist mit einer geringen Strahlenbelastung verbunden.
Befundung
Die CT-Bilder werden durch unsere qualifizierten Radiologinnen und Radiologen ausgewertet. Bei auffälligen Befunden erfolgt eine weitere fachärztliche Mitbeurteilung durch das Johannes Wesling Klinikum Minden. Das Ergebnis wird in einem strukturierten Befundbericht mitgeteilt.
Weiteres Vorgehen
Bei unauffälligem Befund kann die Untersuchung in der Regel nach 12 Monaten erneut erfolgen. Bei kontroll- oder abklärungsbedürftigen Befunden werden die nächsten Schritte individuell besprochen.
Unsere Praxis setzt moderne softwaregestützte Bildanalyse ein, um die Lungenkrebsvorsorge noch präziser zu machen. Auffällige Veränderungen können in der Niedrigdosis-CT gezielt erkannt und beurteilt werden. Das unterstützt eine sichere und moderne Diagnostik.
Ihre Vorteile:
Das Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT ist für gesetzlich Versicherte seit dem 1. April 2026 eine Kassenleistung. Die Kosten werden übernommen, wenn die Voraussetzungen für die Teilnahme am Screening erfüllt sind.
Für eine qualitätsgesicherte Durchführung des Lungenkrebsscreenings sind besondere fachliche Standards erforderlich. Die AG Thoraxdiagnostik der Deutschen Röntgengesellschaft hat hierfür ein strukturiertes Zusatzqualifizierungsprogramm etabliert.
Herr Dr. Krüger, Frau Winter und Frau Dr. Paersch verfügen über das Q2-Zertifikat.