Schmerztherapie (Botoxinjektion)

Botulinumtoxin A, der Wirkstoff des Medikamentes Botox, ist ein natürliches Eiweiß spezieller Bakterien. Das Medikament wird in den Muskel injiziert und blockiert dort Nervenimpulse des Muskels. Dies führt zu einer Herabsetzung der Muskelspannung (Tonus) der injizierten Muskeln für etwa drei Monate. Andere Nervenfunktionen wie etwa Gefühl und Tastsinn der Haut werden nicht beeinflusst. Die Behandlung gilt als wirksam, sicher und nebenwirkungsarm. Das Medikament wird in den Fachgebieten der Neurologie und Orthopädie seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. In den USA ist die Behandlung mit Botulinumtoxin in der Schmerztherapie bereits seit Jahren etabliert.

Warum diese Methode?

Die Botox-Therapie kommt nur in bestimmten Krankheitsfällen zur Anwendung, nämlich erst dann, wenn konventionelle Behandlungsverfahren ausreichend eingesetzt worden sind und bisher erfolglos waren oder keine anderen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Behandlung eignet sich für chronische Schmerzzustände an der Wirbelsäule (Bsp. Piriformis-Syndrom) und den Extremitäten, bei denen herkömmliche Therapiemethoden, Medikamente oder Entspannungsübungen keine oder eine nur unzureichende Wirkung zeigen.

Nicht behandelt werden können mit Botox, Patienten mit bestimmten neurologischen Systemerkrankungen wie Myasthenia gravis oder auch multipler Sklerose.

Schmerzlinderung durch Botoxinjektion

Was erwartet mich bei der Untersuchung?

Nach der Injektion des Medikaments tritt nach etwa 4-7 Tagen die Wirkung ein. Sie besteht aus einer Schwächung und somit Entspannung der betreffenden Muskeln. Nach etwa 2 bis 3 Monaten lässt die Wirkung langsam nach und die Kraft kehrt vollständig zurück. Je nach individueller Situation kann bei Wiederauftreten von Beschwerden eine erneute Injektion erfolgen.

Eine Nachinjektion (Zweitbehandlung) erfolgt frühestens nach 12 Wochen. Wiederholungsinjektionen während noch anhaltender Wirkung der Erstinjektion führen ansonsten zu einer schlechten Steuerbarkeit der Wirkung. Nach mehreren Injektionen wirkt das Medikament sogar bis zu einem Jahr.

Die Kosten

Diese Untersuchung ist eine so genannte Individuelle Gesundheitsleistung – kurz IGe-Leistung. Das sind ärztliche Leistungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören und durch Patienten privat bezahlt werden müssen.

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Radiologische Diagnostik & Nuklearmedizin
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