Kernspintomographie (MRT)

Chronik

Die Kernspintomographie oder auch Magnetresonanztomographie; (von altgriechisch τομή tome ‚ Schnitt‘ und γράφειν graphein‚schreiben‘), Abkürzungen (MRT, MR, NMR, MRI), ist ein modernes Schnittbildverfahren in der Radiologie.

Nikola Tesla (1856-1943), ein außergewöhnlicher Visionär, entwickelt das Radio und den Wechselstrom. Neben seinen über 700 Patenten, welche er im Laufe seines bewegten Lebens angemeldet hat, beschreibt er die Entstehung und die Wirkung von Magnetfeldern. Die heutige international verwendete Einheit für die Stärke eines Magnetfeldes ist nach ihm benannt. Die MRT wurde ab 1973 vor allem von Paul C. Lauterbur mit wesentlichen Beiträgen von Sir Peter Mansfield entwickelt. Bereits sechs Jahre später wurde das erste MR-Bild aus dem menschlichen Körper im British Journal of Radiology veröffentlicht. Durch kontinuierliche Verbesserungen der Bildqualität, einhergehend mit den immensen Fortschritten in der Rechnertechnologie, etablierte sich die Kernspintomographie im Laufe der 80er Jahr als ein Untersuchungsverfahren, das einen festen Platz in der bildgebenden Diagnostik hat.

Ausstattung

Ingenia 1.5T von Philips (Minden)
Das erste digitale Breitband-MR-System mit Bildern von höchster Qualität in bemerkenswerter kurzer Zeit, weniger Platzangst bei einer Öffnung von 70 cm, mehr Patientenkomfort durch integrierte Spulen und kürzere Untersuchungszeiten.

Achieva 1.5 von Philips (Minden)
Verwendet hoch entwickelte Nova -Gradienten und bietet daher Spitzenleistung für alle Anwendungen.

Magnetom Espree von Siemens (Bad Oeynhausen)
Mit der extra weiten Tunnelöffnung bietet das MR-System viel Komfort vor allem für Patienten mit Platzangst.

MR Ultra von Philips (Bad Oeynhausen)

Team Kernspintomographie MRT

Die Kernspintomographie hat keinerlei Strahlenbelastung und ist somit völlig ungefährlich und schmerzfrei

Wer darf nicht untersucht werden?

Patienten mit

  • Schrittmacher (z.B. Herzschrittmacher, Blasenschrittmacher), da durch die Magnetfelder der Schrittmacher zerstört werden kann
  • Unter die Haut !!!!! implantierte Insulin- oder Schmerzpumpen
  • OP- Clips aus Metall (z.B. Gefäßclips)
  • Neurostimulatoren
  • Cochlea-Implantat (erfordert telef. Rücksprache mit uns)
  • Mittelohr-Implantate (erfordert telef. Rücksprache mit uns)
  • Granatsplittern in Gefäßnähe
  • Schwangere bis Ende des 3. Schwangerschaftsmonats

Kontrastmittel

Die Aussagekraft einer Kernspintomographie lässt sich u.a. durch Kontrastmittelgabe (KM) steigern. Die KM-Gabe kann auf unterschiedliche Weise, als Injektion (Spritze) oder oral (Trinklösung) verabreicht werden.

Injektion: Das Kontrastmittel besteht aus sog. Gadolinum-Chelaten, diese helfen dem Untersucher verschiedene Gewebearten besser voneinander zu unterscheiden und krankhafte Prozesse zu erkennen. Außerdem wird das KM bei der Darstellung von Gefäßen verwendet. Man spritzt das KM über einen Venenzugang und von dort verteilt es sich im gesamten Körper, bis es schließlich über die Nieren ausgeschieden wird.
Oral: Diese Art von Kontrastmittel enthält z.B. Eisenoxidpartikel und wird bei der Untersuchung von Leber/Galle verwendet. Eine weiteres orales KM ist eine sog. Mannitol – Lösung, die bei der Darstellung des Magen – Darmtraktes verwendet wird.

Vorteile der KM – Gabe

  • Differenzierung der Gewebearten
  • Darstellung der Gefäße
  • bessere Verträglichkeit als Rö-Kontrastmittel
  • geringeres Risiko für eine Allergische Reaktion

Überempfindlichkeit gegen das Kontrastmittel

  • Übelkeit, Erbrechen, lokales Wärmegefühl, Kopfschmerzen, Schwindel
  • allergische Reaktion
    Informieren Sie sofort das betreuende Personal, wenn eines dieser Symptome auftritt.

Bitte bringen Sie einen aktuellen Kreatininwert zur Untersuchung mit!

Welcher Wert ist normal?

Der normale Kreatininwert (gibt Aufschluss über die Filterfunktion der Niere.) variiert nach Geschlecht und Lebensalter! Folgende Werte sind Orientierungswert:

  • Männer: bis 1,3 mg/dl (bis etwa 115 μmol/l*)
  • Frauen: bis 1,1 mg/dl (bis etwa 97 μmol/l*)

Die GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) ist für die Abschätzung der Nierenfunktion die wichtigste Größe und wird mit Hilfe des Kreatininwertes, Alter, Geschlecht und Körpergewicht ermittelt.

Sonstiges

  • bei Patientinnen, die Stillen empfehlen wir eine telefonische Rücksprache mit uns.

Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete des MRT sind sehr vielfältig, da alle Strukturen (Weichteilgewebe, Nerven, Gelenkknorpel, Bänder, Sehnen, Knochen, Lymphknoten usw.) zu beurteilen sind.

  • Gehirn
  • alle Gelenke
  • Wirbelsäule
  • Knochen
  • Bauchorgane
  • Lymphknoten
  • Bandscheiben
  • Gefäße
  • Herz
  • Ganzkörper Scan

Schwerpunkte

Kontakt:
Radiologische Diagnostik & Nuklearmedizin
Überörtliche Gemeinschaftspraxis
Minden/ Bad Oeynhausen

 
Praxis Minden
Marienstr. 28/28a
32427 Minden
Tel.: 0571/83 777 - 10
Fax: 0571/83 777 - 83
E-Mail: info@radiologie-marienstrasse.de

 
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Tel.: 05731/8 42 24 - 70
Fax: 05731/8 42 24 - 84
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