Computertomographie (CT)

Chronik

Die Computertomographie oder auch Computertomografie (von altgriechisch τομή, tome, „Schnitt“ und γράφειν, graphein, „schreiben“), Abkürzung CT, ist ein bildgebendes Verfahren in der Radiologie.

Die Computertomographie wurde Anfang der 1970er Jahre entwickelt. Beteiligt waren der südafrikanisch-US-amerikanische Physiker A.M. Cormack und der britische Ingenieur Sir G.N. Hounsfield. Sie erhielten für ihre Leistungen 1979 gemeinsam den Nobelpreis für Medizin. Die Methode wurde in den kommenden Jahren zu einem der wertvollsten diagnostischen Verfahren in der Radiologie. Seit ihrer Einführung wurden die Geräte schnell technisch weiterentwickelt, vor allem die Bildqualität und Aufnahmezeit verbesserten sich. Während die Geräte der ersten Generation noch mehrere Minuten für eine einzelne Schichtaufnahme benötigten, sind es bei den neuesten Geräten nur noch Bruchteile von Sekunden.

Ausstattung

Brilliance 16-Schicht-CT-System von Philips (Minden)
Qualitativ hochwertige Bilder, multiplanare Rekonstruktionen, Aufgabenautomatisierung, 3D-Rekonstruktionen und hochentwickelte Funktionen zur Minimierung der Strahlendosis sind die Eigenschaften des Brilliance 16-Schicht-CT-System.

SOMATOM Sensation 64 von Siemens (Bad Oeynhausen)
Einer der schnellsten Computertomographen der Welt mit beispielloser Bildqualität, Detailgenauigkeit und Geschwindigkeit. Dieser Scanner setzt hohe Maßstäbe für diagnostische Leistung.

Mammographieteam Kernspinteam

Die Computertomographie liefert schnell (25 sec.) und schmerzfrei ein Untersuchungsergebnis

Kontrastmittel

Die Aussagekraft einer Computertomographie lässt sich durch Kontrastmittel (KM) erheblich steigern. Diese werden als Injektion (Spritze) oder Trinklösung (oral) verabreicht. Bei Aufnahmen des Magen-Darm-Traktes wird das Kontrastmittel ungefähr eine Stunde vor der Computertomographie getrunken.

In folgenden Fällen darf eine Computertomographie mit jodhaltigen Kontrastmitteln nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen erfolgen:

  • Überempfindlichkeit gegen das Röntgenkontrastmittel (Jod)
  • Einnahme bestimmter Diabetesmedikamente (Metformin)
  • schlechte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz)
  • Plasmozytom
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen

Bitte bringen Sie einen aktuellen Kreatininwert zur Untersuchung mit!

Welcher Wert ist normal?

Der normale Kreatininwert (gibt Aufschluss über die Filterfunktion der Niere.) variiert nach Geschlecht und Lebensalter! Folgende Werte sind Orientierungswert:

  • Männer: bis 1,3 mg/dl (bis etwa 115 μmol/l*)
  • Frauen: bis 1,1 mg/dl (bis etwa 97 μmol/l*)

Die GFR (Glomeruläre Filtrationsrate) ist für die Abschätzung der Nierenfunktion die wichtigste Größe und wird mit Hilfe des Kreatininwertes, Alter, Geschlecht und Körpergewicht ermittelt.

Mögliche Komplikationen:

  • Manche Patienten entwickeln ein Wärmegefühl, wenn das Kontrastmittel gespritzt wird; es verschwindet aber schnell wieder.
  • Sehr selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen das Kontrastmittel, die sich durch Niesreiz, Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen äußern. Diese sind aber in der Regel mit Medikamenten zu beherrschen. In wenigen Fällen tritt Kontrastmittel im Bereich der Einstichstelle für den Gefäßzugang aus der Vene in das umliegende Gewebe aus. Das führt eventuell zu Brennen und Schmerz.
    Informieren Sie sofort das betreuende Personal, wenn eines dieser Symptome auftritt.

Sonstiges
  • das Stillen stellt keine Kontraindikation für die intravenöse Gabe jodhaltigen Kontrastmittels dar.

Anwendungsgebiete

Ähnlich wie bei normalen Röntgenaufnahmen, sind auch bei der Computertomographie (CT) die Anwendungsgebiete vielfältig. Ein CT lässt sich im Prinzip für alle Körperteile beziehungsweise Organe nutzen. Besonders geeignet ist die Computertomographie jedoch für folgende Bereiche:

  • Kopf
  • Knochen
  • Lunge
  • Bauchorgane
  • Lymphknoten
  • Hauptschlagader (Aorta)
  • Bandscheiben

Schwerpunkte

Wissenswertes

Lungenembolie im CT

Die Computertomographie ist die Methode der Wahl für die Diagnostik der zentralen Lungenembolie geworden. Hierbei handelt es sich um eine nichtinvasive, schnelle, genaue und umfassende Methode.

Hüft-TEP im CT

Eine TEP (Totale Endoprothese) hat eine befristete “Lebensdauer”. Doch wie stellt man eine Prothesenlockerung fest? Die standardmäßig durchgeführte Szintigraphie ist heute aus medizinischer Sicht nicht mehr notwendig. Die Computertomographie (CT) gibt Auskunft über den Sitz des Materials. Ein schnelles und schonendes Untersuchungsverfahren.

Kontakt:
Radiologische Diagnostik & Nuklearmedizin
Überörtliche Gemeinschaftspraxis
Minden/ Bad Oeynhausen

 
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