Prostatakrebsfrüherkennung
Unsere Praxis in Minden bietet Ihnen seit Januar 2012 eine neue Methode bei der Früherkennung von Prostatakrebs an.
Prostatakrebs ist bei Männern der häufigste bösartige Tumor
Aktuell
Bislang empfiehlt die Krankenkasse dem Mann ab 45 Jahren eine jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Urologen, da das Prostata Carzinom mit zu den häufigsten Tumorerkrankungen des Mannes zählt. Die Krankheit verläuft oftmals symptomlos, kann jedoch im Frühstadium gut therapiert werden.
Neu in unserer Praxis
Seit 2012 bieten wir Ihnen eine zusätzliche, sehr moderne und aussagekräftige Methode bei der Untersuchung der Prostata mittels MRT (Multimodale, funktionelle Kernspintomographie) an, welche wichtige Hinweise auf den genauen Ort und die Ausbreitung des Tumors liefert.
Mulitmodal, funktionelle Kernspintomographie bedeutet, dass anhand verschiedener MRT-Sequenzen
- Perfusionsbilder
- Diffusionsbilder
- und hochauflösende dünnschichtige Bilder der Prostata entstehen.
Aufgrund unseres neuen MRT-Systems ist es möglich, diese Untersuchung auch ohne Endorektalspule durchzuführen.
Vorteile:
- nicht invasives Untersuchgsverfahren
- keine Strahlenbelastung
- ermöglicht hochauflösende Bilder der Prostata und die Beurteilbarkeit der unterschiedlichen Gewebearten
- durch die Applikation eines Kontrastmittels in die Armvene und der dazugehörtigen Auswertung, werden verdächtige Befunde gut dargestellt und können bereits spezifiziert werden. Sodass im Anschluss an das MRT eine sonographische Stanzbiopsie beim Urologen durchgeführt werden kann, welche Aufschluss über eine gutartige oder bösartige Erkrankung liefert.
Die derzeitige Prävention von Prostatakrebs beinhaltet:
- die digitalrektale Untersuchung (DRU), wobei der Arzt mit dem tastenden Finger beurteilen kann, ob eine Prostataerkrankung vorliegt
- der transrektale Ultraschall (TRUS), der es ermöglicht, sowohl die Größe als auch die Beschaffenheit der Prostata zu beurteilen. Jedoch kann nicht zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen unterschieden werden
- der PSA-Wert (Prostata Spezifisches Antigen) ist der wichtigste Gewebemarker (kein Tumormarker!) in der Urologie und wird in der Diagnostik des Prostatacarcionoms eingesetzt
Daher werden die Kosten für ein MRT der Prostata von den gesetzlichen Krankenkassen nur übernommen, wenn Sie eine Überweisung vom Urologen mitbringen oder privat versichert sind. Ebenfalls bieten wir gesetzlich versichteren Patienten die Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) an.
Beispielbilder

Die dynamische Sequenz des MRTs zeigt hier einen typischen (gesunde Prostata) Kurvenverlauf nach Kontrastmittelgabe.



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