Aktuell

05 Mai 2010

Brustdiagnostik im Fokus

Brustkrebs zählt noch immer zu den größten Ängsten der Frauen.
Diese Angst ist nicht unbegründet, erkranken doch jährlich rund 57.000 Frauen daran.

Die gute Nachricht: Brustkrebs ist heilbar, vorausgesetzt, er wird in einem frühen Stadium erkannt.

Viele Frauen nutzen das Mammographie-Screening-Programm.

Neueste Studien belegen jedoch, dass sowohl die Mammographie als auch die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) nicht bei allen (das betrifft besonders Frauen mit dichtem Brustgewebe) zuverlässige Ergebnisse erzielt.

Eine Studie der Radiologischen Klinik der Universität Bonn belegt deutlich bessere Ergebnisse durch den Kernspin bzw. Magnetresonanztomograph (MRT).
An der sog. EVA-Studie (2002 – Mitte 2007) nahmen 687 Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko teil. Sie wurden einmal pro Jahr mittels MRT, Mammographie und Ultraschall untersucht.
Bei 27 wurde Brustkrebs bzw. Vorstufen von Brustkrebs diagnostiziert. Die MRT hatte bei weitem die höchste Trefferquote. 25 der gefundenen Tumore waren dort mittels MRT sichtbar, d.h. ein Anteil von 93%!
Dagegen kam es beim Ultraschall auf 37% und bei der Mammographie auf 33%! Immer mehr Mediziner empfehlen deshalb eine individuelle Beratung in der Brustkrebsvorsorge durch den kombinierten Einsatz von MRT und Mammographie – und bei geringerer Strahlenbelastung!

Frauen mit dichtem Drüsenkörper können davon nur profitieren.

Kontakt:
Radiologische Diagnostik & Nuklearmedizin
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